Der Unterschied zwischen 2D und 3D

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Azury erklärt: 2D, 3D, 360°

Was ist eigentlich Stereoskopie? Wo liegt der Unterschied zwischen 2D und 3D? Und welche Bedeutung hat das alles für Azury? Auch wenn die Begriffe sperrig wirken, sind sie schnell erklärt.

Gleich vorab: Im Sprachgebrauch gibt es unterschiedliche Begriffeim 360° Kontext, die sich fast alle darauf beziehen, ob ein 360° Inhalt dreidimensional ist oder nicht.

Gebräuchlich sind folgende.

  • 360° dreidimensional: stereoskopisch, 360° 3D
  • 360° nicht dreidimensional: monoskopisch, 360°

Aufnahmeverfahren

Die Aufnahme eines 360° Videos, egal ob 2D oder 3D, funktioniert mit Konstruktionen mehrerer Kameras, die rundherum in überlappenden Blickwinkeln aufzeichnen. Diese Konstruktionen kann man selbst bauen; es gibt aber mittlerweile auch einige Out-of-the-Box-Lösungen.

Kamera Rig für monoskopische Aufnahmen mit einer Linse

In der Nachbearbeitung werden diese Aufnahmen in einem Prozess zusammengefügt, der sich Stitching (deutsch: nähen, sticken) nennt. Dabei werden die Aufnahmen an ihren überlappenden Stellen „zusammengenäht“ und so entsteht ein 360° Format. In dieser 360°-Sphäre kann der Betrachter sich frei umschauen, entweder per Touch/Maus oder –auf dem Smartphone –mit Hilfe des Gyrosensors, und zwar genau von dem Punkt aus, auf dem die Kamerakonstruktion aufgenommen hat. So entsteht ein starkes Mittendrin-Gefühl, als wäre man tatsächlich vor Ort. Genau dieser Effekt bietet sich für die Immobilienvisualisiserung an, wird aber auch in ganz anderen Kontexten verwendet, hier beispielsweise in einem dokumentarischen Video des National Geographic.

https://www.youtube.com/watch?v=sPyAQQklc1s

Und wie wir daraus jetzt ein 3D-Video? Der Unterschied zu 2D beginnt schon bei der Aufnahme. Dreidimensionalität entsteht durch die Kombination von zwei leicht verschobenen Perspektiven, wie beim menschlichen Auge. Das bedeutet für das Aufnahmeverfahren, dass man auch dabei in jede Richtung mit zwei Linsen filmt, deren Abstand zueinander dem zwischen unseren Augen entspricht. Daraus entstehen zwei überlappende Bildausschnitte desselben Blickwinkels, genau wie beim menschlichen Auge, aus denen im Nachgang der 3D Effekt berechnet wird, wie man ihn auch aus Kinofilmen wie Avatar kennt.

Kamera Rig für stereoskopische Aufnahmen mit zwei Kameras

360° 3D is king!

Das Ergebnis beider Aufnahmeverfahren ist ein 360° Video, in dem sich der Betrachter umschauen kann –mit dem großen Unterschied, dass das Bild bei 360° 3D eine enorme Bildtiefe gewinnt, die dem Betrachter ein immersives Gefühl des Tatsächlich-vor-Ort-Seins gibt. Dies ist gerade für die Anwendung im Bereich der Immobilienvisualisierung entscheidend. Ein nicht dreidimensionaler 360° Rundgang leistet zwar ebenso viel Aufklärung in Bezug auf Raumaufteilung und -zusammenhänge, kann aber aufgrund der fehlenden Bildtiefe Größenverhältnisse und Raumgefühl nicht transportieren.

Wie kann ich mir 360° 3D anschauen?

Wie oben schon erwähnt, unterstützen mittlerweile sogar große Plattformen wie Youtube stereoskopische 360° Ausgabeformate. Um diese Videos in 3D zu konsumieren, benötigt man ein Virtual Reality Headset wie die HTC VIVE oder die Oculus Go, so auch für die Azury Virtual Tours in 3D. Auf Tablets, PCs oder Smartphones kann man sich unsere monoskopischen, also 360° 2D Interactive Tours aber problemlos anschauen.

In a Nutshell

360° stereoskopisch: auch 360° 3D; funktioniert mit Cardboard VR und VR Brillen; für jedes Auge wird ein Bild wiedergegeben, wodurch der Bildinhalt echte Tiefe gewinnt. 360° monoskopisch: funktioniert auf allen Displays, auch mit VR Brillen; es wird nur ein Bild wiedergegeben, daher keine Tiefenwirkung.